Der Lebensäther
Ein Gastbeitrag von Ursula Rütimann, 28.08.2026
Wie der chemischen Äther kann man sich den Lebensäther als eine Kraft vorstellen, die in polaren Bewegungen aktiv ist. Er steigt auf und steigt aber gleich wieder ab. Flammenartig bewegt sich eine Kraft nach oben, während ergänzend dazu eine andere Kraft nach unten strebt. Er bewegt sich schwerelos und ständig in Gegenbewegungen.1 Der Lebensäther wirkt farblich wie rosa oder wie in rosatönen, so wird er beschrieben. Die Äther haben aber keine eigentliche Farbe, sondern sie können wie eine Farbe auf uns wirken.

Symbolbild des Lebensäthers
Nachfolgende kontemplative Übung beschreibt, wie die Lebensäthertätigkeit in eine erste Vorstellung gelingen kann. Sie ist ebenfalls dem Ernährungsbuch von Heinz Grill entnommen. Ich wünsche viel Freude beim Üben.
„Man nimmt einige Samen und betrachte sie. Zunächst wird die
äussere Form erlebbar. Auf diese Betrachtung kann nun die
Vorstellung erfolgen, dass in diesen Samen die spezifische Pflanze
bereits urbildlich enthalten ist. Schritt für Schritt darf die
folgende Vorstellungsprozess wie eine logische Phantasie die weiteren
Möglichkeiten denken: Das Samenkorn stirbt und der Keim gedeiht.
Aber auch der keim stirbt und ein erstes Wurzel – und Stängelwerk
entsteht. Schliesslich aber weicht auch dieses wieder zurück und es
entsteht eine sich immer weiterbildende Blatt-, Blüten- und
Fruchtstruktur. Nachdem in der letzten Stufe eines Zyklus die Samen
sich erneut anlegen, stirbt in der Regel die Pflanze ganz dahin. „
1 Heinz Grill, Die Ernährung und die gebende Kraft des Menschen, Stephan-Wunderlich-Verlag 2013, S. 49
